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Wissenswertes zu Wagenhebern

Was ist ein Wagenheber?

Ein Wagenheber ist ein unerlässliches Werkzeug für Hobby- und Profimechaniker. Sie benötigen ihn, wann immer Sie Ihr Fahrzeug anheben wollen: zum saisonalen Reifenwechsel, bei einer Reifenpanne oder um Schäden am Unterboden zu reparieren. Es gibt verschiedene Arten von Wagenhebern, die speziell auf unterschiedliche Anforderungen wie Fahrzeugtyp oder Art des Untergrunds zugeschnitten sind. Die meisten Modelle arbeiten auf hydraulischer Basis und werden manuell bedient. Es gibt aber ebenfalls elektrische Varianten, die über Autobatterie oder Zigarettenanzünder betrieben werden.

Wagenheber werden eingesetzt, um mehrere Tonnen Gewicht zu stemmen. Sicherheit ist daher oberstes Gebot. Achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, dass Ihr Produkt ein TÜV-, CE- oder GS-Siegel trägt und verwenden Sie nur Geräte, die für Traglast und Untergrund geeignet sind. Legen Sie bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe den ersten Gang ein. Wählen Sie bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe die Schaltposition „P“ und ziehen Sie zusätzlich die Handbremse an. Bevor Sie mit der Arbeit am oder unter dem Fahrzeug beginnen, prüfen Sie die Stabilität des Wagenhebers. Starke Krafteinwirkung während des Reifenwechsels oder der Reparatur kann den Wagenheber zum Kippen bringen.

Ohne grosse Probleme lässt sich der Wagen mit Hilfe des Wagenhebers anheben. So können Sie auch Räder wechseln ohne extra Garagenbesuch.

Welche Arten von Wagenhebern gibt es?

Wagenhebertyp Beschreibung
Scherenwagenheber Scherenwagenheber sind kompakt und preisgünstig. Das rautenförmige Werkzeug liegt mit einer der vier Seiten am Boden auf und hebt über eine Kurbel Ihr Fahrzeug an. Dies ist bei nicht-elektrischen Modellen jedoch auf Dauer anstrengend. Daher sind Scherenwagenheber zur privaten Nutzung für kleine bis mittlere PKW empfohlen.
Rangierwagenheber Der Rangierwagenheber zählt zu den beliebtesten Wagenhebern und ist für zwei bis vier Tonnen Traglast geeignet. Er funktioniert hydraulisch und lässt sich kraftsparend bedienen sowie über Rollen komfortabel rangieren – daher der Name. Aufgrund ihrer Grösse und ihres hohen Gewichts werden sie aber hauptsächlich in Werkstätten eingesetzt.
Stempelwagenheber

Stempelwagenheber arbeiten hydraulisch oder pneumatisch und können bei entsprechender Tragkraft bis zu 30 Tonnen stemmen. Per Hebelwirkung wird ein Kolben oder Stempel in der Mitte des Wagenhebers angehoben. Diese Art von Wagenheber benötigt wenig Platz und Kraftaufwand, muss jedoch sorgfältig angesetzt werden und besitzt oft nur eine geringe Hubhöhe.
Ballonwagenheber Ein Ballon- oder Luftkissenwagenheber ist ideal für weichen oder sandigen Untergrund. Ein Luftkissen wird über einen Schlauch mit Abgasen aus dem Auspuff aufgepumpt und kann so PKW bis zu drei Tonnen anheben. Diese Art von Wagenheber ist extrem leicht und kompakt, aber auch anfällig gegenüber Beschädigungen und nicht für den regelmässigen Gebrauch geeignet. Das Fahrzeug muss zusätzlich gesichert werden.

Die wichtigsten Kaufkriterien für Wagenheber

  • Fahrzeugtyp: Wagenheber für Motorrad, PKW oder SUV?
  • Hubhöhe: besonders niedrige Mindesthubhöhe für tiefergelegte Fahrzeuge
  • Tragkraft: von zwei Tonnen Maximalgewicht für Klein- und Mittelklassewagen bis zu 30 Tonnen für schwere Transporter
  • Kraftaufwand: hydraulischer oder elektrischer Wagenheber für kraftsparende Bedienung
  • Gewicht: leichte Wagenheber sind einfacher zu transportieren, aber auch weniger stabil
  • Platzverbrauch: kompakte Aufbewahrung im Kofferraum oder fester Standort in Ihrer Werkstatt?
  • Einsatzort: stationärer Gebrauch oder auch für unterwegs geeignet, Asphalt oder Gelände?
  • Gebrauchshäufigkeit: als Pannenhelfer im Notfall oder für den beruflichen Dauereinsatz?
  • Stabilität: bei sachgemässer Anwendung darf der Wagenheber weder rutschen noch kippen
  • Technische Extras: LED-Beleuchtung, Schnellhubpedal, rutschfeste Gummierung

Unser Praxistipp:

Bei den meisten Wagenhebern empfiehlt sich eine zusätzliche Fahrzeugsicherung in Form von Bremskeilen oder Unterstellböcken. So kann Ihr Wagen nicht unerwartet ins Rollen kommen oder abstürzen. Unterstellböcke müssen für die erforderliche Traglast konzipiert sein und auf die notwendige Hubhöhe angehoben werden können. Achten Sie ausserdem auf eine rutschfeste Oberfläche und stabilen Stand.

FAQs: Die häufigsten Fragen zu Wagenhebern

Wie setzt man den Wagenheber richtig an? 

Die richtigen Ansetzpunkte für Wagenheber unterscheiden sich von Fahrzeug zu Fahrzeug, sie sind jedoch meist durch Pfeile oder ähnliche Kennzeichnungen markiert. Die Aussparung befindet sich häufig hinter dem Falz am Schweller im Bereich der Radhäuser, bei einigen Modellen aber auch am Unterboden. Der Wagenheber muss gerade stehen und darf auf dem gewählten Untergrund nicht verrutschen oder kippen.
 

Kann ein Wagenheber das Fahrzeug beschädigen? 

Sofern Sie den Wagenheber korrekt verwenden, sind Schäden am Fahrzeug sehr unwahrscheinlich. Halten Sie sich immer an die Gebrauchsanweisung und achten Sie darauf, dass Sie den Wagenheber richtig ansetzen. Andernfalls können Teile des Schwellers oder Unterbodens eingedrückt werden.
 

Wie kann man den Wagenheber wieder absenken? 

Scherenwagenheber werden über eine Kurbel angehoben und auch wieder abgesenkt. Dies erfordert ein wenig Feingefühl, damit weder Fahrzeug noch Wagenheber plötzlich stürzen. Bei hydraulischen Wagenhebern wie Rangier- und Stempelwagenhebern öffnen Sie ein Ventil, um vorsichtig Druck abzulassen. Dies gilt ebenfalls für Ballonwagenheber. Denken Sie daran, das Ventil nach dem Absenken wieder zu verschliessen.

 

Fazit: So kaufen Sie den richtigen Wagenheber


Wer einen Wagenheber als Pannenhelfer im Kofferraum lagern will, hat andere Ansprüche als eine professionelle Fachwerkstatt. Entscheiden Sie sich daher vor dem Kauf, ob Sie das Werkzeug privat oder beruflich nutzen möchten. Bei regelmässigem Gebrauch lohnt es sich, zu Produkten im höheren Preissegment zu greifen, die sich durch besonders hohe Qualität auszeichnen. In jedem Fall sollte der Wagenheber leicht zu bedienen sein und einen stabilen Stand besitzen. Gewicht und Hubhöhe des Fahrzeugs sind ebenfalls wichtige Kaufkriterien. Gehen Sie auf Nummer sicher und wählen Sie einen Wagenheber mit deutlich höherer Tragkraft, damit das Werkzeug beim Anheben gar nicht erst an seine Grenzen stossen kann. Auch der Untergrund spielt eine nicht unwesentliche Rolle: Wer häufig im Gelände unterwegs ist, für den ist ein Ballonwagenheber die richtige Wahl. In der Stadt oder auf der Autobahn sind hingegen Scheren- oder Stempelwagenheber besser geeignet.

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