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Ratgeber

Präzisionswaagen: Kleinste Mengen exakt wiegen

In Laboren, Industriebetrieben oder im medizinischen Bereich ist es oftmals notwendig, kleinste Mengen exakt abzuwiegen. Hierzu sind spezielle Waagen gefragt, die auch noch 0,0001 Gramm zuverlässig messen. Im Bereich der Laborwaagen finden sich die richtigen Modelle: Präzisionswaagen, auch Feinwaagen genannt, und Analysenwaagen. 


Laborwaagen, Präzisionswaagen und Co.: Wichtiges in Kürze

Wenn man nach Waagen für Kleinstmengen sucht, stösst man auf verschiedene Begriffe, die im Folgenden kurz differenziert werden:

Laborwaagen 

In der Regel wird der Begriff Laborwaage als Überbegriff für Präzisionswaagen, Analysenwaagen und Mikrowaagen genutzt. Zwar werden sie in Laboren eingesetzt, wie der Name schon vermuten lässt, doch sie finden auch an vielen weiteren Arbeitsorten Anwendung. Neben den Industriewaagen werden Laborwaagen im betrieblichen Umfeld am meisten eingesetzt, beispielsweise in Forschung und Entwicklung, zur Qualitätskontrolle und in vielen anderen Bereichen, wo genaue Messungen eines Stoffs im niedrigen Wägebereich wichtig sind. Hier liegt auch das wichtigste Kriterium, das jede Laborwaage aufweist: die hohe Ablesbarkeit. Abhängig davon lässt sich dann das entsprechende Modell wählen.


Präzisionswaagen oder Feinwaagen

Sie umfassen einen Wägebereich ab 1 mg. Zu finden sind sie in vielen unterschiedlichen Bereichen. In Laboren genauso wie beim Juwelier, in Apotheken, Krankenhäusern und industriellen Betrieben. Doch auch verschiedene Hobbys kommen ohne Waage nicht aus. Je nach Nutzung genügen meist schon günstige, kompakte Präzisionswaagen aus. Sportschützen oder Jäger benötigen die Präzisionswaagen beispielsweise, um leere Patronenhülsen fachgerecht zu befüllen. Modellbau-Freunde können mit dem Gerät ihre Flieger und andere Fahrzeuge optimal präparieren.

Normalerweise reichen die Masseinheiten Gramm aus. Wer weitere Masseinheiten wie Unzen, Feinunzen, Karat oder gar Grain oder Troy-Unze benötigt, findet ebenfalls passende Präzisionswaagen. 

Heutzutage werden meist digitale Feinwaagen verwendet, die teils mit einem Touchscreen-Display ausgestattet sind und regelmässig geeicht werden müssen. Wer es nostalgisch mag, greift zu mechanischen Feinwaagen. Diese funktionieren auch ohne Eichung zuverlässig, sind in ihrer Handhabung jedoch eher umständlich. Sie bestehen nämlich aus zwei Waagschalen. In der einen liegt der zu wiegende Stoff, in der anderen liegen Gegengewichte. Wenn sich beide Schalen im Gleichgewicht befinden, kann man das Gewicht anhand der Gegengewichte ablesen. 

Die digitalen, geeichten Präzisionswaagen zeigen das Ergebnis wesentlich schneller, innerhalb weniger Sekunden an. Darüber hinaus sind sie dank ihres Kunststoffgehäuses und der Wiegefläche aus Edelstahl oder Glas einfacher und schneller zu reinigen, was bei betrieblichen Waagen von Vorteil ist. Zudem zeichnen sich besonders Industrie-Präzisionswaagen durch robuste Bauweisen aus.


Analysenwaagen

Die Ablesbarkeit bei diesen empfindlichen Waagen beginnt bereits bei einem Gewicht von 0,1 mg. Sie sind also dazu geeignet, sehr geringe Mengen abzuwiegen. Wer noch kleinere Stoffproben messen möchte, greift zu Mikrowaagen (Ablesbarkeit in der Regel bei 0,001 mg). Analysenwaagen werden vor allen für chemische, quantitative Analysen in Laboren genutzt. Es ist darauf zu achten, dass die Proben vor und während dem Wiegen nicht verunreinigt wurden, da bereits ein Salzkörnchen in diesen Messbereichen einen feinen Unterschied macht und das Messergebnis verfälschen kann.


Feinwaagen richtig kalibrieren, justieren und eichen

Damit eine Waage mit einer konstant hohen Genauigkeit die exakten Messergebnisse anzeigt, ist eine regelmässige Kalibrierung unerlässlich. In hochwertigen Geräten ist oft eine automatische Kalibrierung integriert. Auf diese Weise kalibrieren sie sich direkt nach dem Einschalten oder in festgelegten zeitlichen Abständen von selbst. Bei anderen Modellen muss der Anwender den Kalibriermodus öffnen und mithilfe eines Prüfgewichts die Messgenauigkeit testen. 

Eine weitere Möglichkeit ist die Kalibrierung durch den Hersteller selbst oder einen entsprechend qualifizierten Anbieter. Dort erfolgt die Kalibrierung mit zertifizierten Gewichtsstücken. So wird der Zusammenhang zwischen angezeigtem Wert und wahrem Massewert sichtbar. Wichtig ist, dass beim Kalibrieren keine Veränderungen an der Waage vorgenommen werden. Die Ergebnisse der Kalibrierung werden am Ende in einem Kalibrierschein oder einem Kalibrierzertifikat dokumentiert.

Beim Justieren stellt man die Messgrösse einer Waage durch einen fachmännischen Eingriff in den Wägebereich ein. Dies geschieht entweder mit einem Prüfgewicht oder mit einer internen Justierautomatik. Oftmals nutzt man die Begriffe Justieren und Kalibrieren synonym.

Neben dem Kalibrieren ist auch die Eichung von Feinwaagen wichtig. Man unterscheidet zwischen eichfähigen und nicht-eichfähigen Waagen, die sich in einigen gesetzlichen Vorgaben für eichfähige Geräte voneinander unterscheiden. 

Gerade in Unternehmen herrscht eine Eichpflicht, beispielsweise wenn medizinische oder pharmazeutische Analysen durchgeführt werden, bei der Herstellung von Arzneimitteln und Rezepturen oder zu amtlichen Zwecken. In der Regel muss eine Waage alle zwei Jahre von einem Eichbeamten geeicht werden. In einzelnen Fällen und abhängig von der Waagenart sind auch Eichungen im Abstand von drei oder vier Jahren möglich. Nach der Eichung erhalten die Geräte ein Typenschild gemäss den Bestimmungen der europäischen Richtlinie 2014/31/EU mit dem CE-Zeichen, dem Jahr der Ersteichung und vielen weiteren Werten.  

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