Virtuelle Realität für Einsteiger mit Ihrem Smartphone

Virtual Reality ist ein faszinierendes Thema, das nicht nur für Technik-Fans mit gut gefülltem Geldbeutel interessant ist. Die künstlich geschaffenen 3D-Welten lassen sich auch ohne großen Aufwand und mit kleinem Budget spielend leicht entdecken. Ein vorhandenes Smartphone und eine kostengünstige Smartphone-Brille reichen dazu schon aus.

Um die Funktionsweise einer Smartphone-Brille besser zu verstehen, sollte man wissen, wie die virtuelle Realität grundsätzlich funktioniert und wie dreidimensionale Welten geschaffen werden. Auf unserer Infoseite: Was ist Virtual Reality haben wir für Sie die erforderlichen Informationen zusammengestellt.
 


Was ist eine Smartphone-Brille?

Grundsätzlich ist eine Smartphone-Brille einfach nur ein mechanischer Handyhalter ohne Elektronik, der das Mobiltelefon im richtigen Abstand vor den Augen hält. Auf dem Display des Smartphones werden dann die virtuellen Inhalte für jedes Auge individuell angezeigt. 

 

Das Smartphone muss sich in die Brille leicht einlegen lassen und sicher in der richtigen Position gehalten werden. Aus diesem Grund gibt es neben den universellen Smartphone-Brillen in den unterschiedlichsten Preisklassen auch speziell auf bestimmte Handys/Handyserien abgestimmte Ausführungen. 


Einige unterschiedliche Beispiele von Smartphone VR-Brillen

 

Headmount Google 3D VR

 

Die Virtual Reality Brille Headmount Google 3D VR zeigt, dass der Einstieg in die Virtual Reality nicht teuer sein muss, wenn man das passende Smartphone hat.


Virtual Reality Brille renkforce G-01

Auf diesem Bild der Virtual Reality Brille renkforce G-01 sieht man sehr schön, wie das Smartphone in die Brille eingesetzt wird.


Samsung Gear VR SM-R323

 

Die Samsung Gear VR SM-R323 ist speziell für Smartphones der Serie Samsung Galaxy Note7, Note5, S7, S7 edge, S6, S6 edge, S6 edge+entwickelt worden.


Mit einem Controller wird es interaktiv

Trust GTX 720 3D mit Controller

Für alle, die nicht nur zuschauen sondern auch „machen“ wollen, besteht die Möglichkeit mit einem Controller, der über Bluetooth® mit dem Smartphone verbunden ist, aktiv in das Geschehen mit einzugreifen. Somit wird das tolle Gefühl vermittelt, im virtuellen Raum tatsächlich präsent zu sein.

 

In der Praxis ist es aber leider noch so, dass die Funktion der Bluetooth®-Controler nicht flächendeckend von den jeweiligen Apps unterstützt wird. Hier ist bei den App-Entwicklern besonders für iOS-Geräte noch reichlich Luft nach oben. 

 

Der Bluetooth®-Controller ist bei der Trust GTX 720 3D gleich mit dabei.


VR-Brillen im Vergleich

Unser Produkt-Experte Tim hat einige VR-Brillen genauer unter die Lupe genommen und seine Ergebnisse in diesem informativen Video für Euch zusammengestellt.

   


Bestandteile einer Smartphone-Brille

Grundsätzlich besteht eine Smartphone-Brille aus folgenden Komponenten:

1. Gehäuse: 
Das Gehäuse nimmt das Smartphone auf und gewährleistet den richtigen Abstand zwischen Augen, Linsen und Smartphone-Display. 

2. Telefonaufnahme: 
Die Aufnahme des Telefons kann universell oder handyspezifisch sein. In jedem Fall muss das Telefon sicher und zuverlässig in seiner Position gehalten werden.

3. Optische Linsen: 
Damit die Augen bei den extrem kurzen Betrachtungsabstand ein scharfes Bild erkennen sind. Ähnlich wie bei einer Lesebrille, optische Linsen erforderlich. Einige Brillen haben auch einstellbare Linsen, um für jedes Auge die Schärfe zu bieten. Ideal für Brillenträger, da nicht unter jeder VR-Brille "normale" Brillen getragen werden können.

4. Fokuseinstellung: 
Mit Hilfe der Fokuseinstellung können die Bilder des Mobiltelefons scharf gestellt werden. 

5. Linsenverstellung:
Da der Abstand zwischen den beiden Augen/Pupillen bei jedem Menschen unterschiedlich ist, kann mit Hilfe der Linsenverstellung der Abstand der beiden Linsen zueinander eingestellt werden. Bei richtiger Einstellung werden beide Monitorbilder als Gesamtbild wahrgenommen.

6. Brillenpolster: 
Die Brillenpolster sorgen für einen bequemen Sitz der Brille.

7. Tragegurte: 
Die Tragegurte sollten breit sein, um das Gewicht der Brille großflächig zu verteilen. Zudem sollten die Gurte in der Länge einstellbar sein, damit sie nicht zu eng sind und drücken. 
 

Die Abbildung zeigt eine Universal Smartphone-Brille, bei der die wesentlichen Bestandteile beispielhaft gezeigt werden.

Unser Praxistipp: Smartphone VR-Brillen

Ist die Klappbefestigung oder der Einschub die bessere Halterung für das Smartphone?

Im Prinzip geht beides, wobei bei der Klappbefestigung u.U. Bedienelemente wie Ein-/Aus-Schalter oder Lautstärkeregler ungewollt betätigt werden.
 

Wie ist das, wenn ich Brillenträger bin?

Unter manchen VR-Brillen kann eine „normale“ Brille getragen werden, andere VR-Brillen bieten optische Korrekturen für Weit- oder Kurzsichtigkeit.


Mit der Smartphone-Brille in die 3D-Videowelt

Die Inhalte des 3D-Videos werden in zwei Monitoren dargestellt.

Die wohl einfachste Art und Weise sich mit der virtuellen Realität vertraut zu machen, ist das Betrachten von 3D-Videos. Dazu kann mit dem Smartphone in den einschlägigen Videoportalen einfach der Suchbegriff „VR Videos“ eingegeben werden und schon erhält man eine umfangreiche Trefferliste.

 

Wenn ein interessantes Video gefunden wurde, kann das Video ausgewählt und gestartet werden. Im Display des Smartphones müssen sich nun zwei annähernd gleiche Monitorbilder aufbauen. Danach kann das Smartphone in die Brille eingelegt und die Brille aufgesetzt werden. Bei Bedarf können nun die Linsen auf den korrekten Augenabstand und das Bild auf max. Schärfe eingestellt werden.

Hinweis: 
Bei einem reinen VR-Video hat die Kopfbewegung keinen Einfluss auf die Bildinhalte. Wenn jedoch ein 360° VR-Video ausgewählt wurde, reagieren die Bildinhalte auf die Kopfbewegung und man kann z.B. bei einer Achterbahnfahrt auch mal den Blick nach hinten auf das Zugende richten.

 

Bei 360° - Videos, die auch in einer Smartphone-Brille wiedergegeben werden können, erscheint  rechts unten neben der Spielzeitanzeige das nebenstehende Cardboard-Symbol, mit dem die Displaydarstellung umgeschaltet werden kann.


Mit der Smartphone-Brille in virtuelle Welten eintauchen

Selbstverständlich können mit der Smartphone-Brille auch virtuelle Welten entdeckt werden. Auf der Seite https://vr.chromeexperiments.com/ steht eine kostenlose Demoversion zur Verfügung, bei der es nicht erforderlich ist, eine App auf dem Smartphone zu installieren.

 

Im Google Play Store oder im App Store finden sich reichlich VR-Games, mit denen das Spielen mit einer Smartphone-Brille richtig Spaß macht. Da das in der Brille eingesetzte Smartphone im Regelfall nicht bedient werden kann, wird die Headtracking-Funktion genutzt, um sich z.B. durch die Menüstruktur eines Spieles zu bewegen. 


Augmented Reality mit Smartphone und Brille

Einige Smartphone-Brillen haben an der Vorderseite noch eine Klappe, damit die Kamera des eingeschobenen Handys freie Sicht nach vorne hat. Somit ist es möglich, Augmented Reality zu nutzen. Dabei werden in die reale Umgebung virtuelle Inhalte eingeblendet.

 

Da die Kamera jedoch normalerweise das Bild großflächig am Smartphone-Display wiedergibt, muss das Videosignal gesplittet werden, damit jedes Auge ein separates Umgebungsbild erkennen kann. Die geschieht im Regelfall über die AR-App der gewünschten Anwendung oder des AR-Spieles.

 

Dazu werden im Google Play Store oder im App Store geeignete AR-Apps angeboten. Sollten die gewünschten Apps das Displaysplitting nicht unterstützen, hilft die VR ONE AR-App von ZEISS weiter.


Ausblick in die Zukunft

Die Technik entwickelt sich immer weiter 
Mittlerweile werden ansteckbare Kamerasysteme für optisches Tracking mit dem Smartphone angeboten. Das nachfolgende Video zeigt anschaulich, welches Potenzial in dieser neuen Technik steckt.