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Digitale Schule: Medienkonzepte und der Digitalpakt für Schulen

Seit Jahren wird es von vielen Lehrern, Schülern, Eltern und Verbänden gefordert: Die Digitalisierung der Schulen. Bildung an die Zeit anpassen, Schüler an die digitale Welt heranführen, im Umgang schulen und auch sensibilisieren - so lautet der Wunsch an zeitgemässe Schulen. Gleichzeitig gibt es genügend Kritiker, die digitale Medien weitgehend aus dem Klassenzimmer heraushalten möchten. Hier zeigen sich zwei Extreme und wie in vielen Diskussionen gilt auch hier: Die goldene Mitte zu finden ist wichtig. Die Anschaffung von Tablets allein macht die Schule nicht digital. Es gehört viel Arbeit der Schulleitungen, der Lehrkräfte und allen Verantwortlichen dazu, um einen sinnvollen Weg zu finden. 



Was bedeutet die Digitalisierung von Schulen?

Die Vorstellungen einer digitalen Schule gehen weit auseinander. Verständlich, denn es gibt natürlich unzählige Möglichkeiten, um Medien, Apps und Internet in den Lehrplan einzubauen. Welches Konzept man als Schule letztendlich erarbeitet, hängt von vielen individuellen Faktoren einer jeden Bildungseinrichtung ab. Die folgenden drei Säulen sollten jedoch in jedem Fall in die Überlegungen einbezogen werden, da sie über Erfolg oder Misserfolg des digitalen Lernens entscheiden:

Verankerung im Lehrplan

Es nutzt nichts, wenn die angeschafften Notebooks und Tablets im Medienraum herumliegen. Mit Unterstützung der Bildungsministerien und der Schulämter muss das digitale Lernen methodisch und didaktisch im Lehrplan verankert werden. Das pädagogische Konzept sollte den Lehrkräften Alternativen aufzeigen, wie sie ein Thema im Unterricht mithilfe des Einsatzes von digitalen Medien sinnvoll aufbereiten und wie sie die Schüler daheim mit Hausaufgaben versorgen. In welchen Fächern sind beispielsweise flipped classrooms geeignet? Hier lernen die Schüler zu Hause alles Wesentliche zu einem Thema. Materialien hierfür stellt der Lehrer zur Verfügung. Mit diesem Wissen als Basis werden dann im Unterricht selbst vertiefende Übungen gemacht. Inwieweit machen auch Tools Sinn, mit denen Schüler selbst Videos, Podcasts oder Poster erstellen können? Gibt es die Möglichkeit, bereits jüngeren Jahrgängen die Grundlagen der Programmierung näher zu bringen? Denn auch Robotik, Automation und Programmierung ist Teil der heutigen Berufswelt. Auch die Frage, wie man den Vorteil der neu gewonnenen Mobilität durch die Endgeräte nutzt, ist zu klären. Unterricht im Freien, eine Schnitzeljagd zur Stadtgeschichte oder ein Quiz im Museum machen den Unterricht abwechslungsreich.


Technische Voraussetzungen der digitalen Schule

Ein stabiles Netzwerk, schnelles Internet, passende Geräte in ausreichender Stückzahl und entsprechende Softwareprogramme mit Lizenzen sind die grundlegenden Voraussetzungen. Zudem ist ein Ansprechpartner wertvoll, der am besten aus dem Kollegium kommt. Er kann bei Problemen und Fragen kurzfristig weiterhelfen und ist für die Wartung der Hardware und Software zuständig. Auch ein Spezialist, der seinen Kollegen beratend zur Seite steht, wenn diese Fragen zur Integration der bereitstehenden Materialien in den Unterricht haben, bietet sich an.

Hinsichtlich dem Einsatz von Lernprogrammen, Apps, digitalen Unterrichtsmaterialien und Schulbüchern gibt es mittlerweile zahlreiche Anbieter aus dem In- und Ausland. Hier muss es offizielle Empfehlungen geben, welche Materialien pädagogisch sinnvoll sind und auf ihre Sicherheit und Funktionalität geprüft wurden.

Sicherlich lohnt es sich, nicht viele Programme auf einmal einzuführen, da es sowohl für Lehrer als auch für die Schüler zu grosse Umstellungen bedeutet. Diese sind neben dem üblichen Schulalltag kaum zu adaptieren. Deshalb ist eine schrittweise Umsetzung sowie das Einholen von regelmässigem Feedback in den Klassen ratsam.


Rechtssicherheit

Urheberrecht, Datenschutz und Persönlichkeitsschutz spielen eine wichtige Rolle und müssen in das Gesamtkonzept einfliessen. Auf diese Weise sind die Spielregeln für alle Beteiligten, beispielsweise im Hinblick auf die Nutzung und Auswahl von Apps sowie auf die Art der Kommunikation zwischen Schülern und Lehrkräften klar definiert. Aber auch eine Sensibilisierung bezüglich dem scheinbar harmlosen Copy&Paste von Bildern und Texten aus dem Internet ist nötig, denn dies verstösst gegen das Urheberrecht. Mit klaren Vorgaben und mithilfe von Weiterbildungen in diesen Themen erhalten alle Beteiligten Rechtssicherheit in ihrem Handeln.



Digitale Medien im Einsatz

Hardware

Wichtig ist, dass die Anschaffung von Whiteboards und einer dazugehörigen Dokumentenkamera noch keine digitale Bildung bedeuten. Denn dies wäre am Ende eine andere Form von Frontalunterricht. Zur Digitalisierung gehört einiges mehr an Ausstattung, beispielsweise Beamer, digitale Flipcharts sowie Laptop oder Tablet für jeden Schüler. Ohne diese grundlegende IT-Ausstattung funktioniert die umfassende Digitalisierung in Schulen nicht. Finanziert werden kann das beispielsweise mit dem Geld, das Bund und Länder durch den Digitalpakt Schule zur Verfügung stellen. Aber auch 3D Drucker, VR-Brillen und programmierbare Roboter sind Technologien der Zukunft, sodass Schüler jetzt schon einen verantwortungsvollen Umgang damit lernen sollten.


cAPPito als Verbindung ohne Internet

Dieses Gerät wurde speziell zur Vermittlung von Wissen in Bildungseinrichtungen entwickelt. Es funktioniert nach dem Plug & Play- Prinzip.

Lehrer können auf einer einfachen Benutzeroberfläche Präsentationen, Dokumente, Bilder und Videos veröffentlichen. Diese sind für alle Schüler auf ihrem Handy oder Tablet mit dem entsprechendem Zugangscode für die Unterrichtseinheit abrufbar. Dabei spannt cAPPito ein gekapseltes, ortsungebundenes Netzwerk, das vom Internet unabhängig ist.

Die Vorteile von cAPPito im Überblick:

  • Digital und mobil ohne Papier: cAPPito baut ein WLAN-Netz ohne Internetverbindung auf.
  • Sofort einsetzbar: Keine aufwändige IT-Infrastruktur, Installationsarbeiten oder App-Downloads erforderlich.
  • Video, Text, Quiz, Audio, PDF, Präsentationen: Einfaches Einpflegen von Inhalten übers Dashboard.
  • Automatisiert: Testkorrektur und Hausaufgaben-Organisation.
  • Praktisch: Schüler können auch ihre eigenen Smartphones oder Tablets nutzen.


Technisch-pädagogisches Medienkonzept: Digitalisierung der Schule planen

Im Zusammenarbeit von Schule und Schulträger wird gemeinsam ein Konzept skizziert, dass den dauerhaften sinnvollen Einsatz digitaler Medien im Unterricht aufzeigt. So werden Fehlanschaffungen vermieden, denn benötigte Infrastruktur, Geräte und Ressourcen sind in dem Plan klar herausgearbeitet. Das erleichtert auch die Investitionsplanung des Schulträgers, da er beispielsweise bei einer Schulgebäudesanierung auch die Anforderungen der Digitalisierung entsprechend berücksichtigen kann. Ausserdem werden Ziele definiert, die hinsichtlich Technik, Fortbildung und digitalem Lernen erreicht werden sollen.

Generell ist es sinnvoll, einen Fahrplan für die Digitalisierung der eigenen Schule zu entwickeln.

Tipps zur Erstellung eines Digitalisierungsfahrplanes:

  • Zu diesem Thema finden sich mittlerweile zahlreiche Informationsseiten im Internet, die spezifisch für jedes Bundesland Anregungen geben. Recherchieren Sie und holen Sie sich Ideen und Wissen rund um die digitale Bildung, beispielsweise von Schulen, die bereits erfolgreich digital unterrichten.
  • Nehmen Sie die Personen mit ins Boot, die die Digitalisierung tragen müssen, und arbeiten Sie mit ihnen zusammen. Beispielsweise mit Lehrerkollegium, Elternvertretung, Schülervertretung, Schulträger, Schulamt.
  • Nehmen Sie auch zu den offiziellen Stellen rechtzeitig Kontakt auf, die Ihren Antrag prüfen.

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