Digitale Wetterstationen - eigene smarte Klimaanalysen durchführen

Das Wetter ist ein ständiger Begleiter in unserem Alltag. Drinnen und draussen sind wir ständig wechselnden Temperaturen und Luftverhältnissen ausgesetzt.
Daher ist es gut zu wissen, welche Temperaturen und welche Luftfeuchtigkeit vorherrschen. Eine digitale Wetterstation ist dafür die optimale Lösung.

Was ist eine digitale Wetterstation?

Digitale Wetterstationen sind äusserst vielfältige Mess- und Anzeigegeräte für verschiedene physikalische Messgrössen, die meteorologisch relevant sind. Von der kleinen digitalen Anzeige für Temperatur und einige weitere Grössen bis hin zur umfänglichen professionellen Wetterstation sind viele verschiedene Ausführungen möglich. Funk-Wetterstationen beziehen dabei einen Teil ihrer Daten von meteorologischen Diensten und stellen ihre Uhr automatisch auf Winter- und Sommerzeit um.

Mit einer digitalen Wetterstation sind Sie nicht nur informiert, wann mit Wetterumschwüngen zu rechnen ist, sondern können auch das Raumklima optimieren. Als moderne Menschen verbringen wir mittlerweile mehr als 80 Prozent unserer Zeit in geschlossenen Räumen. Daher ist es auch drinnen wichtig, die Temperatur im Blick zu haben.


Welche digitalen Wetterstationen gibt es?

Digitale Wetterstation für Vorhersage

Kleine digitale Wetterstationen für die Wandmontage oder als Tisch-Station bringen mit den wichtigsten Messwerten und einer 12-Stunden oder 1-Tages-Vorhersage alles mit, was im Alltag benötigt wird. Je nach Ausstattung verfügen sie über Thermometer für den Innenbereich und können zudem Luftdruck oder Luftfeuchtigkeit anzeigen. Solche Wetterstationen können (je nach Modell) mit einer aussen angebrachten Messeinheit verbunden werden, die per Funk einige Messwerte überträgt.

Digitale Wetterstation mit Messgeräten

Sowohl Landwirte als auch Hobby-Meteorologen und viele weitere Nutzer vertrauen auf ihre eigene Messstation. Die Ausstattung grosser digitaler Wetterstationen ist sehr variabel gestaltet und liefert über die wichtigsten Werte hinaus auch Werte für Luftdruck, Windgeschwindigkeit, Niederschlag, Windchill und viele weitere relevante Grössen. Für den dauerhaften Ausseneinsatz sind viele verschiedene Möglichkeiten der Stromversorgung denkbar, auch Solareinheiten können genutzt werden.


Empfehlung: Die fertige Komplettlösung

Sie sind eher der Typ „anschalten und los geht's“?
Wir empfehlen: Netatmo NWS01 Funk-Wetterstation

Mit der Netatmo Wetterstation und der kostenlos Netatmo-App sind Sie nonstop top informiert. Sie erhalten eine Live-Übersicht von diversen Wetterdaten in- sowie outdoor und können eine exakte Vorhersage für bis zu 24 Stunden abfragen. Die Informationen werden dafür sicher durch das WLAN-Netz an die App übermittelt. Die Hülle beider Module ist aus einem einzigen Stück robusten Aluminium hergestellt und zeichnet sich durch ein weiches, elegantes Design aus.

  • Zugriff auf die Sensoren der Station von überall über App

  • Misst Luftfeuchtigkeit, Temperatur, barometrischer Luftdruck und CO2-Gehalt der Raumluft

  • Echtzeitmitteilungen & Datengrafen

  • Kompatibel mit Conrad Connect, Amazon Alexa und IFTTT


Tipp: Vernetzung Ihrer Wetterstation im SmartHome mit Conrad Connect

Zur Generierung von Messdaten für die computergestützte Auswertung benötigen Sie eine digitale Wetterstation. Der grosse Vorteil von Wetterstationen mit WLAN-Anbindung ist, dass sie mit anderen SmartHome Geräten vernetzt werden können. Beispielsweise können Sie mit einer Cloud-fähigen digitalen Wetterstation die Heizungssteuerung von der aktuellen Aussentemperatur abhängig machen oder bei starkem Wind automatisch die Fensterläden herunterlassen.


Worauf muss man beim Kauf von digitalen Wetterstationen achten?

Der richtige Einsatzzweck

  • Wetterstation als Anzeigegerät oder mit Messgeräten
  • Funk-Wetterstation mit Aussen- und Inneneinheit
  • Messwerte für den Aussenbereich, Innenbereich oder beide Angaben
  • Wetterstation für Wettervorhersage (Tage) oder zur Wetterüberwachung
  • Geeignete Reichweite: z.B. für den Einsatz in landwirtschaftlichen Betrieben
  • Akkubetrieb/Batteriebetrieb oder Netzbetrieb

Die passende Ausstattung

  • Intervall der Datenübermittlung für hohe Aktualität
  • Geeignetes Messintervall: bei Wetterstationen mit Ausseneinheit
  • Funk-Uhr mit Wochentags-Anzeige
  • Geeignete Funk-Frequenz, z.B. 868 MHz
  • Min-/Max-Werte, Verlaufsanzeige (z.B. Temperatur)
  • Datenspeicher für spätere Auswertung
  • Schnittstellen für Datenübertragung: z.B. Micro-USB
  • Alarmfunktion für verschiedene Messwerte oder Uhrzeit
  • Wandmontage oder stehender Aufbau

Die benötigten Messgrössen

  • Temperatur in °C oder °F
  • Niederschlagsmenge in mm, Niederschlagsrate in mm/h
  • Luftfeuchte in %
  • Luftdruck z.B. in HPa
  • Windgeschwindigkeit in km/h oder m/s
  • UV-Einstrahlung/Sonneneinstrahlung

Unser Praxistipp: Zubehör für den Aufbau einer Funk-Wetterstation

Für die Installation von Wetterstationen kann Zubehör vom Schraubenzieher und einer Batterie bis hin zur Verkabelung und Anschluss an eine Stromversorgung nötig sein. Vor dem Kauf sollte deshalb unbedingt auf die Möglichkeiten der Stromversorgung am Gerät und vor Ort geachtet werden, insbesondere bei Ausseneinheiten und zahlreichen Messgeräten.


Die Kreativ-Lösung

Sollten Sie gerne basteln und über ein gewisses technisches Know-How verfügen, so steht Ihnen eine weitere Option zu Verfügung: Mit etwas Raffinesse und Hilfsmitteln lassen sich vollwertige Wetterstationen selbst bauen. Im Anschluss finden Sie unseren Vorschlag zur Do-it-yourself-Lösung.

Und so geht´s:

Nicht jeder setzt auf fertige Produkte. Hier wollen wir eine Idee für alle Maker und Bastler unter Ihnen liefern, wie Sie eine digitale Wetterstation selbst nach Ihren Wünschen zusammenbauen und programmieren. Dafür benötigen Sie: 

  • Eine Steuerungsplatine: Bei Bastlern beliebt sind ESP32-Mikrocontroller, denn sie sind programmierbar und haben eine WLAN-Schnittstelle. Durch das MQTT-Protokoll können Sie mit anderen Geräten im SmartHome kommunizieren. Es gibt sie sowohl als einzelne Platine als auch als fertiges Entwickler-Kit mit Gehäuse, Bedientasten und Steckplätzen für Datenkabel.

  • Ein oder mehrere Gehäuse für die witterungsbeständigen Bauteile sowie die elektronische Steuerung. Für ein robustes Gehäuse und Anemometer eignen sich Bauteile aus dem 3D-Drucker. Das gedruckte Anemometer wird auf das Gehäuse oder daneben befestigt. Im Inneren wird es zudem mit einem Hallsensor zur Messung der Drehgeschwindigkeit ausgestattet.
  • Sowie das übliche Sortiment an Kleinzubehör wie beispielsweise Kabel, Lötutensilien und andere Werkzeuge.

  • Tipp: Anhand von Dateivorlagen können Sie mit 3D-Druck ein Gehäuse selbst anfertigen. Die Druckvorlage für die Box finden Sie hier. Auch für ein passendes Anemometer finden Sie hier eine Vorlage.
     

Auf diese Sensoren sollten Sie bei der Auswahl achten

Sowohl fertige Wetterstationen als auch solche zum Eigenbau verfügen über diverse Sensoren, deren Funktion wir an dieser Stelle kurz erläutern wollen:

Temperaturmessung: 

Die aktuelle Temperatur ist für viele Tätigkeiten und Prozesse relevant. Deswegen verfügt jede Wetterstation über mindestens einen Temperatursensor. Meistens sogar über zwei getrennte für den Innen- und Aussenbereich. Bei erweiterbaren Modellen besteht die Möglichkeit, mehrere Temperatursensoren für unterschiedliche Messpunkte hinzuzufügen.

Luftfeuchtigkeit:

Die Luftfeuchtigkeit im Innenbereich ist wichtig für das Raumklima. Ist die Luft zu trocken, treten Atemwegsreizungen auf. Ist es hingegen zu schwül, fühlen wir uns ebenfalls unwohl beziehungsweise droht in feuchten Räumen auch unerwünscht Schimmelbildung. Draussen wiederum ist die Luftfeuchtigkeit zusammen mit dem Luftdruck relevant für Wettervorhersagen.

Barometrischer Luftdruck:

Durch die Erhebung von Luftdruckänderungen mit einem Barometer lassen sich Wetterumschwünge vorhersagen. Die Luftdruckmessung sollte also unbedingt in Ihre Wetterstation integriert sein, wenn Sie nicht nur Aufschluss über die aktuelle Wettersituation, sondern auch eine Wettervorhersage haben wollen.

CO2-Konzentration: 

Die wahrgenommene Luftqualität ist entscheidend von der CO2-Konzentration abhängig. Räume mit zu viel Kohlendioxid sollten gelüftet werden, da sich sonst allgemeines Unwohlsein einstellt. Außerdem müssen CO2-Messgeräte überall dort installiert werden, wo Feuerstellen wie Kamine ein erhöhtes Risiko für gesundheitsschädliche CO2-Emissionen darstellen. Die Messung des Kohlendioxid-Gehalts taugt sowohl zur Optimierung der Raumluft also auch zur Vermeidung von Erstickungsgefahr und als Brandmelder.

Weitere Sensoren:

Als nützliche Zusatzfunktion bieten einige Modelle die Messung von Luftverschmutzung. Manche Wetterstationen messen zudem auch den Geräuschpegel. So erhalten Sie einen aussagekräftigen Überblick über alle Faktoren, die Ihr Wohlbefinden beeinträchtigen könnten.


Viele Messgrössen für schönes Wetter 

Der Blick in die Zukunft ist auch durch die Wissenschaft nur begrenzt möglich. Mit modernen Wetterdaten, die überall auf der Welt gesammelt werden, kann in vielen Regionen zumindest der nächste Tag mit einigermassen hoher Treffsicherheit vorhergesagt werden. Dabei gilt: auf den Standort kommt es an. Das sensible Zusammenspiel aus Luftdruck, Luftfeuchtigkeit etc. kannje nach Topographie und geografischer Lage ganz unterschiedliche Auswirkungen auf das Wetter haben.

Gerade für die Arbeit im Freien sind die Messwerte für Luftfeuchtigkeit und Temperatur jedoch wichtig und können relativ sicher darüber Auskunft geben, ob in den nächsten Stunden mit Regen zu rechnen ist. Funk-Wetterstationen mit Wettervorhersage von Online- oder Funkdiensten greifen dabei auf offizielle Modelle und Berechnungen zurück.


Meteorologie als Wissenschaft und Hobby

Wo in der Region Wetterstationen aufgestellt sind, die zur offiziellen Statistik beitragen und in die Vorhersage einfliessen, kann beim Wetterdienst, der für die Region verantwortlich ist, herausgefunden werden. Dennoch kann jeder, der sich dafür interessiert, im Garten eine eigene Messstation aufbauen und seine eigenen Forschungen betreiben. Praktische Sets bieten Einsteigern dafür bereits alles, was benötigt wird. Professionelle Geräte liefern darüber hinaus Software, die die Messwerte verarbeitet und viele Möglichkeiten der anschliessenden Auswertung der verschiedenen Messwerte. Ein Blick auf die Ausstattung und die Herstellerangaben lohnt sich, insbesondere wenn weitere Messgeräte angeschlossen werden sollen.


FAQs: Die häufigsten Fragen zu digitalen Wetterstationen 

Was kostet eine digitale Wetterstation?
Da digitale Wetterstationen in sehr vielfältigen Formen und mit variierender Ausstattung erhältlich sind, schwankt auch der Preis stark. Kleine Wetterstationen, die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit messen können und eventuell Ausseneinheit und Wettervorhersage bieten, sind schon im zweistelligen Preissegment erhältlich. Grössere Sets mit zahleichen Messgeräten, Anschlüssen, geeigneter Software und mehr sind dagegen deutlich teurer.

Wo sollte man die Messgeräte der Wetterstation aufstellen?
Je nachdem, welchen Zweck die Messungen erfüllen sollen, bieten sich verschiedene Standorte an. Grundsätzlich sollten Wetterstationen in einer aussagekräftigen Umgebung, das heisst nicht unter Bäumen und nicht in zugigen Ecken mit unnatürlichen Luftströmungen, aufgestellt werden. Je freier die Fläche, desto realistischer die Messwerte.

Kann man überall eine digitale Wetterstation mit Messgeräten aufbauen?
Grundsätzlich können auf jedem Privatgrundstück Messgeräte aufgestellt werden. Wer auf dem Balkon oder Dach eines Mietshauses Messgeräte montieren will, benötigt dafür unter Umständen die Erlaubnis des Eigentümers.


Fazit: So finden Sie die richtige digitale Wetterstation

Wer einen täglichen Wetterbericht wünscht, kann mit Einsteigermodellen bereits den Überblick über die wichtigsten Messwerte sowohl im Innen- wie im Aussenbereich behalten. Für Hobby-Meteorologen sollte es dagegen ein Set mit einigen Messgeräten sein, das zuverlässig Daten an einem geeigneten Standort sammelt.
Solche Sets (auch in grösserem Umfang) sind für alle Landwirte und andere professionelle Nutzer zu empfehlen, deren Arbeitsplanung von der aktuellen und prognostizierten Wetterlage am Standort abhängt. Sie liefern zuverlässig auch dort Daten, wo gerade keine Wetterstation in der Nähe ist. Eigene Erfahrungswerte können dabei sehr hilfreich sein. Mit entsprechender Software lassen sich die Daten über einen längeren Zeitraum beobachten und weitere Massnahmen planen. 

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