Wissenswertes zu Soffittenlampen

Soffittenlampen sind elektrische Leuchtmittel in kleinem Format. Sie werden als Glühlampen-Soffitten und als LED-Soffitten angeboten und punkten mit vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten. Wie Soffitten aufgebaut sind, wo sie zum Einsatz kommen und was es beim Kauf zu beachten gilt, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Was sind Soffittenlampen?

Soffittenlampen werden im fachsprachlichen Jargon Soffitten genannt. Der Begriff findet auch in der Bühnentechnik und Architektur Verwendung und leitet sich aus dem italienischen soffita beziehungsweise dem französischen soffitte ab, was so viel wie „das darunter Befestigte“ bedeutet. In den 1930er Jahren kamen Soffittenlampen als Deckenleuchten zum Zweck der Raumerhellung zum Einsatz. Heute nutzt man sie vorrangig, um Sprech- und Klingelanlagen sowie kleinere Displays zu beleuchten. Sie dienen als Anzeigelampen und Positionslichter und sind darüber hinaus im Kfz-Bereich zu finden. So werden Soffittenlampen beispielsweise in Kennzeichen- oder Schlussleuchten verbaut oder zur Innenraumbeleuchtung von Fahrzeugen eingesetzt.

Soffitten zeichnen sich durch eine charakteristische Röhrenform aus und haben an jedem Ende einen Kontakt. Um eine Soffitte in einer Fassung zu fixieren und mit Strom zu versorgen, braucht es dementsprechend einen passenden Lampensockel. Unterschieden werden zweierlei Arten von Soffitten: Solche mit integriertem Glühdraht und modernere Varianten, die auf Basis von LEDs funktionieren.

Glühlampen-Soffitten und LED-Soffitten

Soffitten, die einen Glühfaden enthalten, sind als Glühlampen zu betrachten. Ihre Funktionsweise ist simpel: Über den Sockel wird der Soffitte Strom zugeführt, der den innen befindlichen Glühfaden erhitzt, bis dieser zu glühen beginnt. Der Glühfaden fungiert quasi als Widerstand und wandelt die elektrische Energie in Licht und Wärme um. Oftmals bestehen solche Glühfäden aus Wolfram, einem gräulich-weissen Schwermetall mit hoher Dichte und sehr hohem Schmelz- und Siedepunkt. Ist der Glühfaden gewendelt, also wie eine Helix in sich verdreht, spricht man von einer Glühwendel. Wird der Glühfaden zweimal gewendelt (Doppelwendel), erhält man eine höhere Lichtausbeute, da mehr Faden in die Soffitte passt und somit höhere Temperaturen bei gleicher Strommenge erzielt werden können. Das Glas, in dem sich der Glühfaden befindet, dient nicht nur als Schutz, sondern enthält auch ein reaktionsträges Gas, das ein zu schnelles Abbrennen oder Verdampfen des Glühfadens verhindert. Oft handelt es sich dabei um Stickstoff oder ein Edelgas. Soffitten, die ein Halogen (meist Iod) enthalten, gibt es ebenfalls.

Ein genereller Nachteil von Glühlampen ist, dass sie nicht nur Licht, sondern auch Wärme entwickeln und mitunter sehr heiss werden können. Das Problem besteht bei LED-Soffitten nicht. Statt mit einem Glühdraht sind LED-Soffitten mit Licht emittierenden Dioden ausgestattet, die aus einem Halbleitermaterial bestehen und bei Anlegen einer elektrischen Spannung zu leuchten beginnen. Sie wandeln Strom in Licht um, ohne dass Abwärme entsteht. Vorteilhaft ist an LED-Soffitten ausserdem, dass sie eine lange Lebensdauer haben und weniger Strom verbrauchen als Soffitten-Lampen mit Glühdraht.

Unser Praxistipp: Soffittenlampen als Lautsprecherschutz verwenden

Soffittenlampen mit Glühdraht müssen nicht ausschliesslich als Leuchtmittel eingesetzt werden, sondern lassen sich auch als elektronische Bauteile verwenden. Sie können beispielsweise als Lautsprecherschutz beziehungsweise Sicherung fungieren, indem sie zu leuchten beginnen und einen Widerstand bilden, wenn ein zu hoher Strom durch das Gerät fliesst. Letzteres ist dann der Fall, wenn der Lautsprecher überlastet ist. Nimmt die Stromstärke weiter zu, brennt der Glühdraht irgendwann durch, wodurch der Lautsprecher stumm geschaltet wird. Sowohl für Hochtöner als auch für Mitteltöner sind Soffitten geeignete Schutzelemente. Bei leistungsstärkeren Lautsprechern ist eine Parallelschaltung mehrerer Soffitten möglich.

Kaufkriterien für Soffittenlampen – worauf kommt es an?

Der Einsatzzweck bestimmt massgeblich die Wahl einer geeigneten Soffittenlampe. Wenn Sie Soffitten als Schutzelemente in Lautsprechern verwenden möchten, muss zwangsläufig die Wahl auf Glühlampen-Soffitten fallen. Sind die Soffitten eher für die Beleuchtung des Kofferraums im Auto oder des Namensschildes an der Tür vorgesehen, liegen Sie mit LED-Soffitten richtig. Sie halten länger, benötigen wenig Energie und werden nicht heiss.

Soll die Soffittenlampe in ein Signalgerät verbaut werden, spielt die Leuchtfarbe gegebenenfalls eine Rolle bei der Auswahl. Neben Soffitten, die klares Licht erzeugen, gibt es Varianten, die grünes oder rotes Licht generieren, das sich für Warn- oder Hinweissignale möglicherweise besser eignet. Auch die Grösse des Sockels gilt es zu berücksichtigen, um die Soffitte in eine vorhandene Fassung drehen zu können.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Soffittenlampen

Gibt es dimmbare Soffittenlampen?

Ja, die gibt es. Dimmbare Soffittenlampen sind stets als solche ausgewiesen und werden beispielsweise gerne zur Beleuchtung von Fahrzeuginnenräumen genutzt. Manche Ausführungen glimmen nach dem Ausschalten noch eine Zeit lang nach.


Kann man Soffitten mit Glühdraht einfach gegen LED-Soffitten austauschen?

Sofern die LED-Soffitte die gleichen Abmessungen und die gleiche Sockelgrösse hat wie die Glühlampen-Soffitte, stellt ein Austausch der Leuchtmittel in der Regel kein Problem dar. Beachten Sie hierzu die Hinweise des Herstellers.

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