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Wissenswertes zu Kabel-Prüfgeräten

Ein Kabel-Prüfgerät gehört zur Ausrüstung eines jeden Fachinstallateurs, der im Bereich IT oder Elektro tätig ist. Ohne ein solches Messgerät kann die Fehlersuche zu einem zeit- und kostenintensiven Unterfangen werden. Welche Arten von Prüfgeräten es gibt und worauf es beim Kauf zu achten gilt, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Vorteile von Kabel-Prüfgeräten

Ob bei der Installation neuer Anlagen oder im Kundendienst, ein Kabel-Prüfgerät ist bei der Fehlersuche eine wertvolle Hilfe. Mit einem solchen Gerät lässt sich schnell testen, ob eine Leitung durchgängig ist oder ob vielleicht an einer Stelle ein falsch angeschlossener Stecker oder sogar ein Kabelbruch die Signalübertragung behindert. Viele Geräte sind sogar dazu in der Lage, dem Installateur die Position einer Störung anzuzeigen. Diese Funktionalität kann dazu beitragen, dass durch die Störung verursachte Unterbrechungen minimiert werden und damit bares Geld eingespart wird. Auch im Kundendienst freut sich der Auftraggeber natürlich, wenn Probleme in einer möglichst hohen Geschwindigkeit und ohne lange Suche behoben werden.

Welche Kabeltests können mit einem Prüfgerät durchgeführt werden? 

Moderne Prüfgeräte können Kurzschlüsse oder Unterbrechungen in der Verkabelung zuverlässig ermitteln und lokalisieren. Zudem ist die Messung des elektrischen Widerstands und des Isolierwiderstands möglich. Einige Geräte bieten auch die Möglichkeit, mit einem Speedtest die Geschwindigkeit einer Netzwerkverbindung zu testen. Die gängigen Geräte sind ebenso in der Lage, über einen BNC-Anschluss mit koaxialen Kabeln oder über eine Ethernet-Buchse (RJ45-Stecker) mit Netzwerkkabeln eine Verbindung aufzubauen.

Der Ping-Test gehört beim Test von Netzwerkkabeln zum Standardrepertoire: Dabei können Laufzeit und Verlustrate durch den Einsatz eines digitalen Testsignals ermittelt werden. Mithilfe des gesendeten Impulses kann die Zeitspanne zwischen dem Aussenden und dem Empfangen eines Datenpakets gemessen werden, was eine Aussage über den Zustand der Verbindung ermöglicht. Auch die Funktionsfähigkeit von PoE (Power over Ethernet) lässt sich mit dem passenden Messgerät analysieren. PoE wird genutzt, um mit dem Netzwerk verbundene kompatible Endgeräte direkt über das TP-Kabel mit der nötigen Energie zu versorgen. So kann beispielsweise bei IP-Telefonen auf ein zusätzliches Netzteil verzichtet werden, es ist nur noch ein RJ-45-Stecker am Gerät und somit auch nur noch ein Kabel erforderlich. Durch eine PoE-Messung kann erkannt werden, welche Adern eines Ethernet-Kabels stromführend sind.

Mit vielen Netzwerk Prüfgeräten kann auch eine TDR-Messung durchgeführt werden. Die Abkürzung steht für Time Domain Reflectometry oder auch Zeitbereichsreflektometrie. Mit einem entsprechenden Prüfgerät lassen sich Störquellen wie beispielsweise Kabelbrüche aufspüren. Auch die Länge einer verlegten Leitung lässt sich mit einer TDR-Messung feststellen. Damit eine Messung durchgeführt werden kann, wird ein Einzelimpuls in die zu messende Leitung geschickt. Unregelmässigkeiten des Kabels wie etwa Änderungen der Impedanz, reflektieren den durch die Leitung reisenden Impuls teilweise zurück zum Messgerät. Anhand der Beschaffenheit und der Zeit, in der die Reflexion wieder am Prüfgerät eintrifft, können Rückschlüsse auf die Position der Störquelle gezogen werden. Erfolgt dagegen eine Totalreflexion des eingespeisten Signals, deutet das auf einen Kabelbruch oder einen Kurzschluss hin. Auch das Ende einer Leitung kann eine totale Reflexion des Impulses verursachen.

Die meisten Geräte besitzen zur Darstellung der Messergebnisse eines Kabel-Tests zumindest eine LED-Anzeige. Hochwertige Messgeräte verfügen über hochauflösende Displays, welche die Ergebnisse in einer übersichtlichen Liste aufbereiten. Wenn eine integrierte USB-Ausgangsbuchse vorhanden ist, kann eine Verbindung zu einem Computer hergestellt werden, um die ermittelten Daten zu exportieren. Die gespeicherten Messwerte lassen sich so komfortabel weiterverarbeiten. Die Stromversorgung erfolgt gewöhnlich über Batterien, damit die Messgeräte auch überall einsetzbar sind. Ein Anschluss über ein Netzkabel ist bei einigen Modellen aber ebenfalls möglich.

Kabel-Prüfgeräte: Leitungssucher im Detail

Ein Leitungssucher kann bei Arbeiten in Altbauten, bei denen häufig unklar ist, wo genau sich stromführende Leitungen befinden, ausgesprochen hilfreich sein. Mit einem solchen Gerät lassen sich allerdings nicht nur Stromleitungen, sondern auch Stahlträger, Wasserrohre oder Holzbalken aufspüren. Moderne Leitungssucher arbeiten nach vier Funktionsarten: Da wäre die passive Kabelortung, bei der das Magnetfeld von stromführenden Leitungen ausgenutzt wird. Bei der aktiven Kabelortung wird dagegen ein Signal mit einer definierten Frequenz in die Leitung eingespeist. Das Messgerät ist nun in der Lage, diese bestimmte Frequenz zu orten. Somit ist eine genaue Nachverfolgung der Leitung möglich.

Die kapazitive Messung für Einstiegs- und Mittelklasse-Kabeltester ist mit der Aufladung eines Kondensators vergleichbar. Die Isolation der Leiterpaare bildet das Dielektrikum. Der Kapazitätskoeffizient für ein Kabel wird vom Hersteller in Pico-Farad pro Meter (pF/m) angegeben. Ein Netzwerkkabel weist zum Beispiel den Wert 4,6 pF/m auf. Der Finder misst zunächst die Gesamtkapazität des untersuchten Kabels und errechnet anhand des Koeffizienten die Länge des Kabels. Darüber hinaus sind Leitungssucher erhältlich, die wie Kabel-Prüfgeräte das TDR-Verfahren verwenden.

Neben Kabel-Messgeräten und Leitungssuchern bieten wir auch Kabel-Messmaschinen und das entsprechende Zubehör für Messgeräte.

Was gilt es beim Kauf von Kabel-Prüfgeräten zu beachten?

Wenn das Gerät im professionellen Bereich zum Einsatz kommen soll, sollten Sie in jedem Fall zu einem hochwertigen Markengerät greifen. Achten Sie darauf, dass die Messwerte übersichtlich und leicht nachvollziehbar dargestellt werden. Bei häufigem Gebrauch ist es sinnvoll, wenn das Messgerät über ein USB-Kabel mit einem Computer verbunden werden kann, um die Messwerte besser verarbeiten zu können.

Unser Praxistipp: Zertifizierte Kalibrierung beachten

Die Kalibrierung von professionell verwendeten Kabel-Messgeräten sollte unbedingt von der DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle) oder der ISO (International Organization for Standardization) zertifiziert sein, um möglichst genaue Messwerte zu gewährleisten.

FAQ – häufig gestellte Fragen zu Kabel-Prüfgeräten

Wann sollte ich eine Zertifizierung nach DAkkS wählen? 

Für eine Zertifizierung nach DAkkS spricht die internationale Anerkennung und die höchste Genauigkeit. Da bei Auftragsarbeiten gewöhnlich bereits im Vorfeld bestimmte Messwerte festgeschrieben werden, bietet eine DAkkS Zertifizierung die grösste Sicherheit.

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